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Ob aus Gründen der Tarnung vor gut 50 Jahren oder aus Schutz vor dem rauhen Klima: bewachsene Dächer gibt es in Europa seit mehr als 1000 Jahren. Heute spielen verstärkt ökologische Gründe ein Rolle, so wird z.B. ein großer Teil des Regenwassers durch das Substrat der bewachsenen Dächer zurückgehalten. Sie entlasten also unser Kanalnetz und letztendlich auch unseren Geldbeutel.

Ob Schallschutz, zusätzlicher Dämmwert oder Verbesserung des Mikroklimas: bewachsene Dächer bringen ein Stück Natur zurück. Vom Vogelhaus bis zum Gewerbepark, Platz für ein bewachsenes Dach findet sich auf der kleinsten (und der größten) Hütte. Sind hier die Voraussetzungen (Lastreserve, Dachneigung u.a.) erfüllt, steht einer Begrünung nichts mehr im Wege.
Extensive Begrünung
Die extensive Begrünung ist gekennzeichnet durch eine Bepflanzung mit kleineren Pflanzen und geringer Aufbauhöhe. Im allgemeinen ist es für das extensiv begrünte Dach ausreichend, wenn um den Aufsetzkranz herum eine Filterschicht aus gewaschenem Kies angelegt wird, die regelmäßig gesäubert werden sollte. Die Anschlüsse der Dachbahn müssen mindestens 15 cm über die fertige Gründachoberfläche herausgehoben werden, da ein zeitweiliger Wasseranstau auf der Abdichtung nicht ausgeschlossen werden kann.


Intensive Begrünung
Die intensive Begrünung ist gekennzeichnet durch einen in Erde eingepflanzten hohen Bewuchs. Der Einbau von Lichtkuppeln muss dieser besonderen Situation Rechnung tragen. Lichtkuppelaufsetzkränze sind entweder auf einen Schacht aufzusetzen oder in einen tieferliegenden Schacht einzubauen. Die letztere Methode, die den sehr hohen ästhetischen Ansprüchen an solche Dachflächen entgegenkommt und die optische Beeinträchtigung begrünter Flächen durch eine Lichtkuppel oder einen Rauchabzug vermeidet, beansprucht deutlich mehr Platz als die zuerst genannte.

Die Höhe des Schachtes und die Anschlusstechnik sind aufeinander abzustimmen, wenn die Kuppel auf einen Schacht aufgesetzt wird. Sollen Aufsetzkranzflansch und Gründachoberfläche auf einer Ebene liegen, so ist die Dachabdichtung am Aufsetzkranz hochzuführen oder die Dachbahn homogen mit dem Flansch zu verbinden. Endet der Schacht mindestens 15 cm über der Gründachoberfläche, kann der Anschluss mit einem Stülpaufsetzkranz durchgeführt werden. Wenn der Aufsetzkranz in einen separat entwässerten, tieferliegenden Schacht eingebaut wird, empfiehlt sich eine außermittige Anordnung, wenn die Lichtkuppel auch als Rauchabzugsgerät fungieren soll: Der Öffnungswinkel kann dabei bis zu 180° betragen und es muss so viel freier Platz vorhanden sein, dass die Lichtkuppelschale nicht auf eine Schachtkante aufschlagen kann. Alle Anschlüsse sind wie beim unbegrünten Dach auszuführen.